Wie Sex und Liebe sich wieder finden

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Erfüllend und intensiv – dieses Buch ist ein Plädoyer für eine Sexualität voller Hingabe. Dabei rührt der Autor Rüdiger Dahlke gleich mehrere Tabus: Er diagnostiziert fehlende Leidenschaft und Erotik in unseren Schlafzimmern und macht dafür die modernen Rollenbilder von Mann und Frau verantwortlich. Offensichtlich gibt es immer mehr Männer, die es nie gelernt haben, souveräne Liebhaber zu sein. Und immer mehr Frauen, die meinen, dass Hingabe unweigerlich zu extremer Unterdrückung führt. Der Autor entwirft die provozierende These, dass es ein Fehler ist, die Gleichheit von Mann und Frau in Beruf und Gesellschaft auch auf die Erotik zu übertragen und zeigt einen Weg, wie Paare zu einer lebendigen Sinnlichkeit und einer erfüllenden Sexualität zurückfinden können.

Auszug aus dem Buch:

… Ich möchte mich sogleich und eindeutig festlegen: die Geschichte von Anastasia Steele und Christian Gray ist keineswegs eine Ausgeburt der Sadomaso-Szene. Zwar gingen aufgrund des Megasellers die Umsätze an Sexspielzeug hoch, in der SM-Szene bewegte er nichts. Dort ist man an der seelischen Dimension von Sex eher wenig interessiert. Wohingegen gerade die psychologische Seite der Geschichte von Shades of Grey bemerkenswert ist, und genau dort liegt auch das Problem der bildungsbürgerlichen Feuilletons und der politisierten Frauenbewegung: Man sieht diese Seite nicht; man will sie nicht sehen. Jedenfalls nicht im Zentrum einer erotischen Erlebniswelt, die jegliche rigide Sexualmoral hinter sich lässt.

Eine Geschichte, die sich so beeindruckend ihren Weg bahnt, muss einen Archetyp, ein Urmuster, bedienen, nach dem viele Menschen, unter ihnen wohl vor allem Frauen, eine große Sehnsucht haben. Wenn ausgerechnet dieses Werk die internationalen Bestsellerlisten stürmte, ist Erotik offensichtlich bisher ein bei uns sehr vernachlässigtes und unbekanntes Thema. Frauen scheinen auf einmal (wieder) dazu zu stehen, wie es bis vor kurzem noch undenkbar gewesen wäre. Die Triologie sagt ihnen etwas, und das könnte uns allen etwas sagen: der Archetyp Eros scheint moderne Frauen zunehmend zu beschäftigen. Kehrt womöglich Eros, der ehemals große Gott, zurück?

… Es geht für Männer heute darum, neben der Anima, ihrer weiblichen Seelenhälfte, auch den Animus, ihren männlichen Pol, wieder ins Leben einzuladen. Heutige Frauen wollen beides von ihnen. Sie wollen Männer, die Eros ehren und ihm gerecht werden – in seinen beiden Seiten, repräsentiert durch Eros sanfter Mutter Venus und seinem starken Vater Mars. D.h., Frauen wollen viel, wollen alles von Männern, in des Wortes Doppelsinn. Und es ist wundervoll, vieles oder gar alles in sich zu entwickeln und zur eigenen Kraft und Stärke zurückzufinden, während man sich die schon erlebte und geschätzte weiche Seite bewahrt …

… Resonanz ist ein zentraler Teil der Partnerschaft, und je mehr wir davon haben, desto haltbarer und führender wird die Beziehung. Beim meditieren setzen wir uns in den Lotussitz und hoffen, durch diese äußere Resonanz auch innerlich zum Buddha zu werden. Im Bett schwingen wir in Liebe zusammen und liegen anschließend in der besonders resonanzträchtigen Löffelchen-Stellung, um ein Herz und eine Seele zu bleiben. Wir können letztlich sogar beides kombinieren, sinnlich-erotische und spirituelle Resonanz, wie es etwa David Deidra … anregt.

Buchtipp:

Wie Sex und Liebe sich wieder finden
Die vergessene Polarität der Liebe
Rüdiger Dahlke
ISBN 978-3-442-22140-0
Verlag Goldman

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