Alm

Die Alm – ein Ort für die Seele

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Buchbesprechung des gleichnamigen Buches von Martina Fischer durch Eva Laspas

 

Die stille Abgeschiedenheit der Berge hat seit der kleinen „Heidi“ von Johanna Spyri schon viele Menschen aus der Stadt gelockt. Fernab vom hektischen Alltag ruft der Berg die Menschen, Ruhe zu finden und zu sich selbst zu kommen.

Martina Fischer, gelernte Krankenschwester und Ernährungsberaterin, hat sich diesen Traum erfüllt. Im Sommer übernimmt sie die harte Arbeit einer Sennerin. Vom Almauftrieb bis zum Abtrieb melkt sie Kühe, stellt Butter und Käse her, mistet den Stall aus, füttert die Tiere und verpflegt Wanderer. So kann sie im ursprünglichen Rhythmus der Natur leben.

Im Buch beantwortet sie die Fragen, die uns allen auf der Zunge liegen:

  • Welche Erlebnisse waren prägend?
  • Wie hat sie das enge Zusammenleben mit den Tieren erlebt?
  • Wie ging sie mit der Einsamkeit um?

 

Und vor allem:

 

Aus welchem Grund geht sie jeden Sommer auf die Alm?

Martina Fischer: „Ich weiß es eigentlich nicht so genau. Ich weiß nur, dass ich es mir gar nicht anders vorstellen könnte. Während ich das Buch schrieb, habe ich versucht es herauszufinden. Für keinen Luxus der Welt würde ich meine Zeit auf der Alm eintauschen. Mit der Natur zu leben, mit den Tieren, hoch auf dem Berg, mit weiter Sicht übers Tal, mit dem Wettergeschehen, nahe an der Sonne oder im Zentrum tobender Gewitter – da hole ich mir Kraft für das halbe Jahr im Tal. Ich muss hart arbeiten, oft bis an die Grenzen meiner körperlichen Kräfte gehen. Und doch empfinde ich nie und nirgends eine solche Zufriedenheit, ein solches Glück, wie auf der Alm. Dort tankt meine Seele auf.“

 

Der Tag beginnt

um 4:30 Uhr. Der Wecker klingelt. Draußen ist es stockdunkel, man hört entfernt das leise Bimmeln einer Kuhglocke. Nun kräht auch der Hahn, es ist Zeit zum Aufstehen. Das heißt, erst einmal die Stube mit dem Holzofen heizen, dann eine halbe Stunde lang Kurbeln am Butterfass. Inzwischen ist auch schon die Sonne über dem Chiemsee aufgegangen – ein überwältigender Augenblick …

Eine Stunde später, Martina hat die Kühe von der Weide geholt, sie gemolken, die frische Milch in die Zentrifuge getan und wieder Butter gekurbelt. Der Rahm kommt in den Keller, die Magermilch wird zu Topfen und Käse verarbeitet.

Es ist erst 7:00 Uhr in der Früh, und die Sennerin hat schon hart gearbeitet. Aber es gibt noch mehr zu tun: Stall ausmisten, Kälber zählen, Brot backen, Wanderer bewirten, Zäune und Brunnen prüfen …

 

Abends fällt sie erschöpft, aber erfüllt von einer tiefen Ruhe und Glückseligkeit, ins Bett. Zwischen den Traditionen und Bräuchen auf der Alm fühlt Martina sich geborgen, das enge Zusammenleben mit den Kühen gibt ihr Kraft. Nicht zuletzt durch die Entbehrungen dort oben fernab des modernen Alltags wird schließlich klar, was wirklich wesentlich ist im Leben.

 

Das Buch:

In diesem inspirierenden Buch erfahren wir mehr über die Gefühle und Einsichten der Autorin in ihren langen, einsamen Almsommern. Neben diesen äußerst interessanten Gefühlseinblicken bekommen wir auch viele traditionelle Rezepte an die Hand, um das einfache Leben auf der Alm in unsere Wohnzimmer zu bringen.

 

Buchtipp

Die Alm – ein Ort für die Seele
Lebensweisheiten, Geschichten und Rezepte einer Sennerin
Verlag kailash
ISBN 978-3-424-63118-0

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