Kräuter

Mein Stadtkräuterbuch

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Buchbesprechung des gleichnamigen Buches von Ursula Stratmann durch Eva Laspas

 

Wenn Sie durch die Stadt gehen und das eine oder andere grüne Blatt zwischen den Steinen hervorsprießen sehen, haben Sie sich nicht auch schön öfter gefragt, ob man es essen könnte?

Und tatsächlich: Es gibt sehr viele Kräuter und Wildgemüse in der Stadt, die wir ernten und essen können. Im Stadtpark wachsen wilde Vitaminbomben, zwischen Pflastersteinen Heilkräuter und auf so manchem Hinterhof finden sich Beerensträucher und Obstbäume.

Die Autorin des Buches „Mein Startkräuterbuch“ Ursula Stratmann veranstaltet seit vielen Jahren Kräuterführungen in der Stadt. Diese sind gewürzt mit wilden Geschichten aus dem städtischen Kräutereldorado. Aus diesem Material hat sie nun ein Buch zusammengestellt. In diesem finden wir viele Rezepte für Smoothies, Suppen und Salate. Das Buch lädt ein, unsere Städte mit anderen Augen zu sehen.

 

Über das Buch

In manchen Städten gibt‘s wirklich nichts Grünes. Aber in den meisten Städten gehen Sie keine zwei Schritte und finden in jeder Ritze ein anderes Kraut. Zu mindestens Löwenzahn, Spitzwegerich und Gänseblümchen sprießen fast überall.

Die Autorin stammt vom Bauernhof, aus einer Idylle, die man sonst nur aus Bilderbüchern kennt. Hühner, Katzen, Hunde, Kühe, Kaninchen. Ein plätschernder Brunnen, die Tante jätet den Gemüsegarten, die Oma schält in der Laube Kartoffel. Der Vater steht auf der Leiter und erntet Kirschen, der Onkel und die Kinder sitzen mitten auf dem großen Heuwagen. Die Mutter kocht Marmelade.

Heute geht die Autorin in die Stadt und sieht dort ein grünes Paradies. Unsere Städte sind mittlerweile viel Artenreicher als das Land: In Gärten, Parks und zwischen Pflastersteinen gibt es Zierpflanzen und kräuterreiche Straßenränder.

Die Stadtböden sind, anders als auf dem Land, oftmals nicht über Jahrtausende natürlich gewachsen, sondern künstlich aufgeschüttet und mit Mutterboden aufgeschüttet. Oder sie sind einfach nur steinig und trocken und bestehen aus reinem Steinhaufen wie Böschungen und ehemaligen Bahnstrecken oder alte Parkplätze. Unschön? Ja, aber auch Standorte für eine neue Pflanzenwelt.

 

Essbare Kräuter

Wer ein Kraut essen möchte, muss es genau kennen. Denn bei Verwechslungen drohen Vergiftungserscheinungen. Nehmen Sie ein Kräuterbestimmungsbuch mit oder lernen Sie die Kräuter vor Ort bei Kräuterwanderungen kennen.

Das Buch soll Ihnen Spaß an der Stadtflora vermitteln. Es dient nicht als Bestimmungsbuch und beschreibt nur einen Bruchteil der in der Stadt vorkommenden Pflanzen. Es beschränkt sich auf die häufigsten und auf die, die am besten zu erkennen und zu gebrauchen sind. Dieses Buch ist auch kein Therapiebuch. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie unbedingt ein Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen.

So finden Sie zahlreiche Rezepte für nahrhafte Mahlzeiten aber auch das eine oder andere Rezept für körperliche Beschwerden.

 

Rezept mit Pilzen im Sommer:

Spitzwegerich-Pilzpfanne

Spitzwegerich ist als Gourmetkraut im Sommer überall zu ernten – so lange, bis es echte Pilze gibt. Die braunen Blütenköpfchen des Spitzwegerich, die mehr an Fleisch oder Pilze als an Blüten erinnern, schmecken roh zum Salat und gebraten in der Pfanne wie Champignons.

Am besten schmecken die dunklen Klappen, die noch ganz geschlossen sind. Aber auch die aufgeblähten kann man ernten und für die Pfanne gebrauchen. Wenn es nicht reicht, nehmen Sie einfach die Blätter dazu – oder die Blätter und Blüten von Breitwegerich. Die Blätter sollten Sie aber in millimeterdicke Streifen schneiden, denn die Blattadern sind noch doch etwas zäh.

Zutaten

  • eine Zwiebel
  • drei Knoblauchzehen
  • etwas Öl
  • drei Handvoll junge, zarte Köpfchen des Spitzwegerich
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver

 

Zwiebel und Knoblauch klein schneiden und mit Öl in der Pfanne leicht anbraten. Spitzwegerichköpfchen dazugeben und 10 Minuten bei mittlerer Hitze anbräunen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

Tipps: die Köpfchen schmecken hervorragend auf Salat oder auf Käsebrot, als Gemüsebeilage oder mit anderen Gemüsen gemischt. Krosser gebraten kann man sie auch kalt wie Chips genießen.

 

Buchtipp:

Mein Stadtkräuterbuch
Heilkräuter und Wildgemüse zwischen Hinterhof und Stadtpark
Ursula Stratmann
Verlag kailash
ISBN 978-3-424-631203

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