Resilienz in Zeiten extremer Veränderungen

Resilienz in Zeiten extremer Veränderung

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Buchrezension des gleichnamigen Buches durch Eva Laspas

– dieser Beitrag macht auch bei der Blogparade des Blogs „Für eine bessere Welt“ mit – dort finden Sie unzählige weitere Gedanken zum Thema: „Was gibt dir Glaube, Hoffnung und Zuversicht?

 

 

Transformation in der Welt geschieht, wenn die Menschen geheilt werden und anfangen in andere Menschen zu investieren.

(Michael W. Smith, *1957, amerikanischer Musiker)

 

 

Das Denken der Vergangenheit reicht für unsere heutigen Bedürfnisse nicht aus, denn unser Denken beeinflusst die Art, wie wir unsere Probleme lösen. Unsere Welt verändert sich aber dramatisch und so schnell wie noch nie zuvor und wir haben bemerkt, dass wir mit dem Denken, das noch aus der „alten Zeit“ stammt, nicht weiter kommen.

Gregg Braden gilt als international anerkannter Pioneer wenn es darum geht Wissenschaft, uralte Weisheiten und reale Welt auf einen Nenner zu bringen. Sein Buch „Resilienz in Zeiten extremer Veränderung“ ist ein weiterer Aufruf an uns alle, die Dinge erst zu nehmen und die not-wendigen Veränderungen aktiv mitzugestalten – lasst uns die Wende vorbereiten und vollziehen.

Wenn ich ein Buch beschreibe, dann schlage ich es meist an einer Stelle auf, in dem völligen Vertrauen (und nach nahezu 15 Jahren Praxis auch dem Wissen), dass ich immer genau die Stelle finde, auf die er gerade JETZT ankommt – lassen Sie mich also einmal das Buch aufschlagen…

Gefährliches Denken

Unser Denken über uns selbst in der Welt erzeugt die Linse, durch die wir unsere Probleme sehen und dann zu lösen versuchen.

Gefährlich an unserer Denkweise heutzutage ist, dass sie aus einem anderen Jahrhundert stammt.

Als Beispiel, das wir auch nachvollziehen können, beschreibt Gregg Braden die Ideen Charles Darwin, die Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden. Viele der heutzutage falschen wissenschaftlichen Annahmen sind zum damaligen Zeitpunkt entstanden und hatten großen Einfluss auf unsere Welt. Diese falschen Ansätze – wie zum Beispiel die Überzeugung, dass es kein Energiefeld gäbe, das die Welt miteinander verbindet und die Überzeugung, die Natur beruhe auf Wettstreit und dem Überleben des Stärkeren – wurde auf das Denken über Krieg, Wirtschaft und alle möglichen weiteren Problemlösungen übertragen.

Studien von damaligen Experten, wie z. B. Archäologe Lawrence H. Keeley, sind schuld, dass „Krieg als normaler Ausdruck menschlichen Verhaltens akzeptiert wird.“ Er schrieb: „Krieg ist so etwa wie Handel oder Tausch, etwas das alle Menschen tun.“ Solcherlei falsche Überzeugungen spiegeln sich auf allen Ebenen in unserer Kultur, auf subtilen aber auch weniger subtilen Ebenen wider. 1993 bot der Co-Vorsitzende Ravi Logan den Teilnehmern des Symposiums über die humanistischen Aspekte regionaler Entwicklung“ einen Denkanstoß: Sie sollten die neuen Entdeckungen über Kooperationsverhalten in der Natur als Modell für erfolgreiche Gesellschaften betrachten. Denn: „Die ideale Menge an Konkurrenz (…) in jedem Umfeld, ob nun Klassenzimmer, Arbeitsplatz, Familie oder Spielfeld, ist null (…) Konkurrenz ist immer destruktiv.“

Ob wir in den nächsten 50 Jahren die für die Menschheit bestmöglichste Zukunft gewährleisten können, hängt davon ab: „Wenn die Entscheidungsträger den richtigen Rahmen schaffen, wird die Zukunft der Menschheit durch tausende von simplen, tagtäglich getroffenen Entscheidungen abgesichert sein.“

Kleine Auslöser für große Veränderung

Was aber können wir als Einzelpersonen angesichts so vieler gleichzeitig auftretender Krisen realistischerweise unternehmen? Wie können wir unsere Zeit der Extreme in eine Zeit der Transformation verwandeln? An dieser Stelle kommt die Ehrlichkeit uns selbst gegenüber ins Spiel.

Gregg Braden beschreibt u. a. drei Faktoren: Wenn wir ehrlich sind, dann wird sich die Welt wohl nicht ändern, während wir sein Buch lesen. Wenn wir ehrlich sind, kann sich sehr wohl aber unsere Reaktionsweise auf die Welt ändern, während wir dieses Buch lesen. Und: Die Natur macht immer Platz für neue Möglichkeiten und positive Veränderungen.

In jeder Krise gibt es einen Zeitpunkt, an dem die Krise hin zu einer positiven Transformation gelenkt werden kann, wenn es nicht nur ums bloße Überleben geht, sondern um freudvolles Wachstum und Gedeihen. Das ist in unserem Leben der Wendepunkt. Und dieser Zeitpunkt in unserer Welt ist JETZT gekommen. Malcolm Gladwell beschrieb erstmals den Begriff „tipping point“ als den „Kipppunkt“, bei dem Veränderungen in der Gesellschaft ausgelöst werden und die diese Veränderungen letztendlich auch unsere Alltagswelt verändern. Der Kipppunkt ist der Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt und an dem Bedingungen schließlich einen Punkt oder einen Zeitpunkt erreichen, an dem sie den Status quo nicht mehr unterstützen. Genau an diesem Punkt hört die ursprüngliche Bedingung auf zu existieren, und eine neue Bedingung taucht auf. Genau das passiert mit Wasser, ehe es kocht. Bei 100° verhalten sich die Wassermoleküle anders – was die neuen Gegebenheiten widerspiegelt.

Woher kommt ein Wendepunkt?

Die Quelle eines Wendepunktes kann nur an einer Stelle sein: Sie liegt in uns selber und der Bedeutung, die wir einer direkten, persönlichen Erfahrung verleihen. Der wesentliche Punkt dabei ist: Es ist UNSERE Erfahrung und nicht etwas, was jemand am Arbeitsplatz von seiner Lieblings-Reality-TV-Show erzählt, oder das, was wie gemäß unserer Religion fühlen sollten, oder etwas, was in unserer Familie einfach so ist, weil es schon immer als richtig akzeptiert wurde. Ein Wendepunkt kann für uns nur real werden, wenn wir selbst die Erfahrung machen. Er ist das Ergebnis von etwas, das uns so stark bewegt, dass wir unsere Überzeugung verändern müssen, damit sie zu den Tatsachen unserer Erfahrung passen. Solche Wendepunkte treten entweder einzeln oder in Kombination folgendermaßen auf:

    • Eine Entdeckung verändert unsere Denkweise und unsere Überzeugung.

Oder

  • Ein Geschehnis führt zu einem Paradigmenwechsel und verändert unsere Weltsicht.

Weiter lesen Sie im Buch über den Weg an sich – den Wendepunkt persönlicher Resilienz. Doch was ist Resilienz? Es bedeutet je nach Kultur, Altersgruppe und Wortgebrauch für verschiedene Menschen etwas ganz anderes. In unserer modernen Welt beschreibt Resilienz oft die Fähigkeit, sich von etwas bereits Geschehenem zu erholen, beispielsweise von einem niederschmetternden Rückschlag im Leben oder einem traumatischen Verlust. Man kann zusammenfassend sagen, dass sich unsere Vorstellungen von Resilienz in unserer Denk- und Lebensweise widerspiegeln. Im Rahmen des Buches geht dann der Autor auf zwei allgemeine Fragen im Zusammenhang mit Veränderungen im gesellschaftlichen Wandel ein, die persönliche und die gemeinschaftliche Resilienz.

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Resilienz in Zeiten extremer Veränderung
Persönlichen und gesellschaftlichen Wandel aktiv gestalten
von Gregg Braden
ISBN 978-3-86728-262-8
Koha Verlag

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